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thepayne

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19.10.2009, 20:27

Toleranz - Die moderne Killerphrase

Toleranz - Die moderne Killerphrase

„Toleranz“ ist so ein großes Wort. Man wirft in unserer heutigen Welt geradezu damit um sich... Denn Toleranz ist ja schließlich eine Tugend. Ohne Toleranz wäre das Zusammenleben ja gar nicht möglich, denn nichts erspart einem mehr Stress, wie eine Diskussion durch Abnicken zu umgehen.
Wo kämen wir denn auch hin, wenn wir unsere Meinung vertreten würden?!

Die Muslime würden plötzlich feststellen, dass wir Christen ja eigentlich gegen ihre Religion sind, gegen ihre Bräuche und gegen ihre Ideale! Wir wären plötzlich keine U-Boot-Christen mehr, die an Weihnachten und eventuell Ostern, sofern man noch den Grund für dieses Fest kennt, wieder auftauchen, sondern würden unsere Werte und Ideen vertreten! Wir wären für die Menschenrechte, für die Rechte der Frau, also eigentlich für die Werte, die die westliche Welt vertritt! Wir würden anfangen zu diskutieren, zu argumentieren! Wir würden unseren Glauben vertreten! Wir würden Europa vertreten!
Nein, nein, nein! Das geht nicht! Die ganzen Diskussionen, die man dann führen müsste...
Unser Grüner Freund Hans-Christian Ströbele hat das nicht gestlrt. Er fordert mal wieder islamische Feiertage in Deutschland. Hat er ja 2004 auch schon mal versucht, was damals von allen möglichen Seiten kritisiert wurde. Cannabis wollte er auch legalisieren. Aber davon hat man wahrscheinlich schon in der Zeitung gelesen.
Aber kennen sie auch schon diese neue „Schule für abrahamische Religionen“? „Abrahamische Religionen“? Hat was mit dem Stammvater Abraham zu tun... Und die Religionen, die sich auf ihn berufen wären das Judentum, das Christentum, welches ja aus dem Judentum heraus entstanden ist, und der Islam. Und in Osnabrück wollen sie tatsächlich 2011 eine Schule eröffnen, in der Juden, Christen und Muslime gemeinsam die Schulbank drücken und lernen, dass man eigentlich gar keine so großen Unterschiede hat. Auch die wichtigen religiösen Feste sollen gemeinsam gefeiert werden. Und die dortigen religiösen Vertreter haben auch schon zugestimmt, also das Bistum Osnabrück, die ansässige jüdische Gemeinde und der Landesverband der Muslime in Niedersachsen. Ist doch klasse, oder?
Aber trotzdem... Irgendetwas stört mich an diesem Bild... Vielleicht die Tatsache, dass die Muslime Jesus nicht als Gottes Sohn anerkennen? Okay, das tut das konserative Judentum auch nicht, aber wenigstens reden wir mit ihnen über den selben Gott. Beim Islam frag ich mich da schon, welcher Gott gemeint ist: Allah oder der dreieinige Gott? Und mir drängt sich da noch so eine Sache auf... Verlangt der Koran nicht über kurz oder lang den Tod aller Andersgläubigen, also sowohl der Juden, als auch der Christen? Aber es lebe der interreligiöse Dialog! Und morgen treffen sich übrigens Barrack Obama und Osama Bin Laden bei einem schönen Schweinebraten, um auf ihre vielen Gemeinsamkeiten einzugehen...
Zurück zum Dschihad: Die Muslime werden anfangen öffentlich und sehr effektiv die Ungläubigen auszurotten. Aber als geübter U-Boot-Christ wird man ja sowieso bei Gefahr untertauchen, oder? Was zählen denn schon die christlichen Werte? Als toleranter Christ lebt es sich doch sowieso viel leichter. Man kann ja auch die Gebote Gottes etwas toleranter sehen, oder? Kein Sex außerhalb der Ehe? So ein Blödsinn. Treue wird total überbewertet und AIDS eindeutig zu sehr aufgeblasen. Gott ist der einzige Gott? Naja... Man muss es ja net wörtlich nehmen. Er hat halt gemeint, dass er der einzige Gott im Himmel ist. Denn hier in meinem Haus, an meinem Tisch bin ich Gott! Steht ja schon in der Bibel, dass das Weib schweigen solle! Und Nächstenliebe? Das ist doch total veraltet! „Nächstenliebe“... Wie soll ich denn einen Sitzplatz im Bus bekommen, wenn die Senioren ihn blockieren? Wie soll ich denn im Job befördert werden, wenn sich der Kollege an meinem zukünftigen Schreibtisch festgesaugt hat? Wie denn? Etwa durch Leistung und Fairness? Es gibt zwar Personen, die behaupten, dass durch ein solches egoistisches Denken, die Weltwirtschaftskrise heraufbeschworen wurde, aber das ist doch lächerlich! Außerdem bin ich ja kein Bänker oder Manager! Und schon bin ich nicht mehr im Fadenkreuz der Muslime, sofern ich dann auch noch offiziell das Christentum verlassen und konvertieren sollte. Einfach, oder?

Tolerieren wir auch die Demonstration der Homosexuellen gegen den Psychotherapie-Kongress in Marburg. Inzwischen redet ja keine Sau mehr davon... Sekunde! Hat man davon wirklich was in den Medien gehört? Aber egal, denn es war ja sowieso total berechtigt das Ganze.
Okay... Die Vorwürfe waren absoluter Schwachsinn und hatten den Wahrheitsgehalt eines Wahlversprechens, aber auch das kann man ja tolerieren. Und das Grundgesetz und die darin enthaltenden Menschenrechte sind ja auch nicht wirklich verletzt worden:
Würde des Menschen? Die haben doch nur ein paar Referenten etwas scharf kritisiert... zu Recht!
Freiheit des Menschen und Versammlungsfreiheit? Ist doch nicht ihr Problem, dass die Redner und Teilnehmer nicht öffentlich die Halle verlassen konnten und sich nicht zu erkennen geben sollten! Hat alles die Polizei veranlasst!
Freiheit des Glaubens? Das haben die doch nicht böse gemeint... Ein Schwein an einem Kreuz kann man doch auch positiv interpretieren!
Recht der freien Meinungsäußerung? Die Demo war doch friedlich... und das wäre sie bestimmt auch ohne Polizeischutz gewesen! Und außerdem haben sie doch auch nur ihre Meinung kundgetan.
Also alles kein Problem. Bleiben wir also weiter tolerant, wie die Parteien mit dem „C“ im Namen oder wie die Christen allgemein...

Tja... „Toleranz“... Das Schlagwort überhaupt. „Sei doch toleranter!“ „Tolerieren wir uns gegenseitig!“ Damit wird jeder erschlagen, der seine eigene Meinung vertritt und, was ja besonders frevelhaft ist, diskutiert, weil er ja anders denkt.
Aber was bedeutet das eigentlich genau?
Wikipedia leitet den Begriff „Toleranz“ aus dem Lateinischem ab. Das entsprechende Wort „tolerare“ bedeutet soviel wie „ertragen“, „erdulden“, „durchstehen“, „aushalten“ oder auch „zulassen“. Alles negative Begriffe, die eine aktive Seite nicht beinhalten. Wir bleiben passiv, vertreten unsere Meinung nicht, ja, wir ignorieren im Grunde sogar fast schon, indem wir tolerieren.
Und ist das wirklich eine Tugend Das „Erdulden“ von Aussagen, die uns eigentlich suspekt sind? Das „Ertragen“ von Beleidigungen? Das „Zulassen“ von Dingen, die uns eigentlich gegen den Strich gehen?
Wollen wir wirklich das Problem der Toleranz tolerieren?

Dumme Frage. Schließlich steh ich heute ja hier. Denn die Lösung heißt „Akzeptanz“.
„Akzeptanz“ leitet sich von dem lateinischen Verb „accipere“ ab, welches soviel bedeutet wie „annehmen“, „billigen“ oder „gutheißen“. Hört sich das nicht besser an, wie „erdulden“ oder „durchstehen“? Denn hier sind wir aktiv. Wir beschäftigen uns mit der Frage, dem Thema, dem Problem und sagen nach reiflicher Überlegung: „Ja, ich kann deine Meinung akzeptieren.“ oder aber auch „Nein, ich kann dich absolut nicht verstehen!“.
Und hier liegt das eigentliche Problem, dass uns Angst macht: Das „Nein!“. Wir müssten tatsächlich Stellung beziehen und unsere Meinung vertreten. Wir würden eventuell als politisch unkorrekt oder veraltet dastehen, da wir anderer Meinung sind. Überhaupt würden wir plötzlich auffallen! Aber wir wären eigener Meinung! Wir würden nicht nur dumm rumstehen und alles abnicken, wie die deutschen Politiker, wenn die EU mit einem neuem Gesetz kommt, sondern hätten einen freien Willen, was unsere Entscheidungen und Vorstellungen angeht. Keine Beeinflussung durch Parolen, durch Politiker, durch Medien. Wir würden uns aussuchen, was unsere Meinung ist.
Und denken wir folgenden Gedanken noch etwas weiter: Wenn wir unsere Meinung vertreten würden, müssten andere sich entscheiden, ob sie so etwas tolerieren könnten. Und plötzlich würden andere Leute sagen, dass sie nicht unserer Meinung sind und aufhören alles ungefragt zu tolerieren.
Und das ist auch das, was die UNESO, also die United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization bzw. auf Deutsch die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, von uns fordert: Respekt, Anerkennung und Akzeptanz anderer.

Danke.

Verfasser: Martin Rupprecht - Version: 1.0 vom 17.10.2009 (basiert auf den Text 'Toleranz vs. Akzeptanz' der Version 2.1 vom 15.10.2009, der ebenfalls von mir ist)
Erhebt eure Stimme und schützt das Grundgesetz, auch unter Schwarz-Gelb!


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Gott sei Dank: Ich bin a Frank!


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PS: Wer Bock hat, kann sich ja mal an meine Gedichte und Liedtexte auf meinem Blog machen^^

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